Arduino® UNO™ Q – Linux-fähiges Dual-Brain-Board
Der Arduino® UNO™ Q erweitert die klassische UNO-Plattform um einen leistungsfähigen Linux-Prozessor. Das Board kombiniert einen Qualcomm® Dragonwing™ QRB2210 Mikroprozessor mit einem echtzeitfähigen STM32U585 Mikrocontroller.
Damit lassen sich Linux-Anwendungen und klassische Mikrocontroller-Aufgaben parallel auf einem Board umsetzen.
Der UNO Q eignet sich sowohl für klassische Arduino-Projekte als auch für Anwendungen aus den Bereichen IoT, Robotik und Edge-Computing.
Zwei Recheneinheiten, klar getrennt
- Linux® Debian auf dem Mikroprozessor - Für Python-Anwendungen, Netzwerkdienste, Datenverarbeitung sowie Bild- und Audio-Anwendungen
- Echtzeit-MCU auf dem STM32U585 - Für Sensoren, Aktoren und zeitkritische Steuerungsaufgaben
Beide Einheiten arbeiten unabhängig, können aber gezielt miteinander kommunizieren.
Typische Einsatzbereiche
- Prototyping für IoT- und Robotik-Anwendungen
- Edge-AI und lokale Datenverarbeitung
- Steuerungsaufgaben mit gleichzeitiger Linux-Anwendung
- Lehre, Ausbildung und Forschung
Software & Entwicklung
Der Arduino App Lab ist auf dem UNO Q bereits vorinstalliert und dient als zentrale Entwicklungsumgebung.
Er ermöglicht die Kombination aus:
- Arduino-Sketches
- Python-Skripten unter Linux®
- optionalen, containerbasierten KI-Modellen
Zusätzlich können weiterhin der Arduino IDE und die Arduino CLI genutzt werden.
Hardware-Ausstattung (alle Varianten)
- Mikroprozessor: Qualcomm® Dragonwing™ QRB2210 (Quad-Core bis 2,0 GHz)
- Mikrocontroller: STM32U585 (Low-Power, Echtzeit)
- Funk: Wi-Fi® 5 (2,4 / 5 GHz), Bluetooth® 5.1
-
Anschlüsse:
- UNO-Header für Shields
- High-Speed-Header für Kamera, Display und Audio
- USB-C mit Power Delivery und Video-Ausgabe (über Dongle)
- Qwiic-Anschluss für lötfreie Erweiterungen
- Anzeige: 8 × 13 LED-Matrix
Varianten – Arbeitsspeicher & Speicher
Arduino UNO Q – 2 GB RAM / 16 GB eMMC
Geeignet für:
- Kostenbewusste Projekte
- Entwicklung mit PC-Anbindung (SSH, Remote-Zugriff)
- Einzelne Linux-Anwendungen ohne starkes Multitasking
- Kein oder sehr leichtes Edge-AI
- Basis-Speicherbedarf
Technische Daten
- RAM: 2 GB LPDDR4
- Speicher: 16 GB eMMC
Arduino UNO Q – 4 GB RAM / 32 GB eMMC
Geeignet für:
- Stand-alone-Betrieb als Single-Board-Computer
- Parallele Prozesse und Multitasking
- Größere KI-Modelle und Bild-/Audio-Verarbeitung
- Mehr lokaler Speicher für Daten und Entwicklungsumgebungen
Technische Daten
- RAM: 4 GB LPDDR4
- Speicher: 32 GB eMMC
Zusammenfassung
Der Arduino® UNO™ Q richtet sich an Anwender, die mehr benötigen als einen klassischen Mikrocontroller, aber weiterhin im Arduino-Ökosystem bleiben möchten.
Durch die Wahl der passenden Variante lässt sich das Board gezielt an Projektanforderungen anpassen – von schlanken Embedded-Anwendungen bis hin zu Linux-basierten Systemen mit höherem Ressourcenbedarf.
FAQs – Arduino® UNO™ Q
Was ist der Arduino UNO Q?
Der Arduino UNO Q ist ein Linux-fähiges Entwicklungsboard aus der UNO-Familie. Er kombiniert einen Quad-Core Qualcomm Dragonwing™ QRB2210 mit GPU und einen STM32U585 Mikrocontroller. Dadurch lassen sich Linux-Anwendungen, Echtzeitsteuerung und leichtgewichtige KI-Funktionen auf einer einzigen Plattform vereinen.
Ist der UNO Q Open Source?
Ja. Die Schaltpläne und Gerber-Dateien des UNO Q stehen unter der CC-BY-SA 4.0 Lizenz zur Verfügung.
Welche Entwicklungsumgebung benötige ich für Linux- und Arduino-Anwendungen?
Der Arduino App Lab ist bereits auf dem UNO Q vorinstalliert. Verbinde das Board einfach mit deinem Computer und lade Arduino App Lab – ganz ohne aufwendige Konfiguration.
Wenn du den UNO Q als Single-Board-Computer (SBC) nutzt, reicht ein USB-C-Dongle mit Tastatur, Maus und Monitor aus, um sofort loszulegen.
Welche Betriebssysteme werden von Arduino App Lab unterstützt?
Arduino App Lab läuft auf allen gängigen Betriebssystemen:
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Windows 10 oder neuer (64-Bit)
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macOS 11 oder neuer (64-Bit)
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Ubuntu 22.04 oder neuer
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Debian Trixie (64-Bit)
Zusätzlich ist Arduino App Lab bereits nativ auf dem Debian-Betriebssystem des UNO Q installiert.
Kann ich den Arduino IDE weiterhin verwenden?
Ja. Du kannst wie gewohnt den Arduino IDE oder die Arduino CLI nutzen, um Sketches auf dem Mikrocontroller-Subsystem auszuführen. Um jedoch das volle Potenzial des UNO Q auszuschöpfen – inklusive Python® und KI-Integration – empfehlen wir den Einsatz von Arduino App Lab.
Wie schließe ich Tastatur, Maus und Monitor an den UNO Q an?
Über einen USB-C-Dongle mit Power Delivery (PD) und Video-Ausgang. Der Dongle versorgt das Board mit Strom und stellt gleichzeitig Anschlüsse für Display und USB-Peripherie bereit. Wichtig: Ohne Power Delivery startet der UNO Q nicht. Für den Stand-alone-Betrieb wird die 4-GB-RAM-Variante empfohlen.
Kann ich kabellos mit dem UNO Q entwickeln?
Ja. Verbinde den UNO Q und Arduino App Lab einfach über WLAN oder Ethernet im selben Netzwerk. Auch die parallele Entwicklung mit mehreren Boards ist möglich.
UNO R4 oder UNO Q – welches Board ist das richtige?
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UNO R4: Reines Mikrocontroller-Board für energieeffiziente Echtzeit-Anwendungen, Sensorik, Aktorik und klassische IoT-Projekte. Ideal für Lernen, Prototyping und hardware-nahe Entwicklungen.
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UNO Q: Erweiterung des UNO-Konzepts um einen Linux-fähigen Prozessor. Ideal für KI-Anwendungen, Bild- und Audioverarbeitung sowie komplexe Web- oder Edge-Applikationen – bei gleichzeitiger Echtzeit-Hardwaresteuerung über den STM32.
2 GB oder 4 GB RAM – welche Variante sollte ich wählen?
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2 GB: Für kostenoptimierte, dedizierte und leichtere Anwendungen.
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4 GB: Für Stand-alone-Betrieb, Multitasking, anspruchsvolle KI-Modelle, höhere Systemreaktivität und mehr lokalen Speicherbedarf.
Ist Arduino App Lab Open Source?
Ja. Sowohl Arduino App Lab als auch die App Bricks Library sind Open Source. Die entsprechenden Quellcode-Repositorien sind öffentlich einsehbar.